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PERT-Methode

Die PERT-Methode (Program Evaluation and Review Technique) ist ein statistisches Instrument zur präzisen Baukostenprognose. Statt einer einzigen Schätzung werden drei realistische Szenarien definiert - optimistisch, wahrscheinlichst und pessimistisch - und daraus ein gewichteter Erwartungswert sowie eine quantifizierbare Unsicherheitsspanne berechnet. So entstehen belastbare Budgetentscheidungen auf statistisch fundierter Basis, statt pauschaler Risikozuschläge.

  • Drei-Punkt-Schätzung: Optimistisches, wahrscheinlichstes und pessimistisches Szenario werden explizit definiert und strukturiert bewertet

  • Gewichteter Erwartungswert: EW = (O + 4M + P) / 6 - der wahrscheinlichste Wert wird vierfach gewichtet, kein einfacher Durchschnitt

  • Standardabweichung: SD = (P − O) / 6 - quantifiziert die typische Schwankungsbreite direkt in Euro

  • Korrekte Risikoaggregation: Varianzen mehrerer Gewerke werden addiert, nicht Standardabweichungen - mathematisch sauber auf Projektebene

  • Sicherheitsniveaus: 50 % (Erwartungswert), 84 % (EW + 1 SD) und 97,5 % (EW + 2 SD) für unterschiedliche Risikobereitschaften und Finanzierungsanforderungen

  • Flächenbezogene Kostenkennzahl (€/m² BGF): Alle Szenarien werden automatisch auf die BGF bezogen, für sofortiges Benchmarking und Plausibilitätsprüfung anhand marktüblicher Kostenkennwerte.

  • Transparenz statt Pauschalzuschlag: Unsicherheit wird quantifizierbar gemacht und schafft eine nachvollziehbare Grundlage für Investoren, Banken und Projektpartner

  • Skalierbar auf Gewerke und Projekt: Anwendbar auf einzelne Kostenpositionen oder aggregiert auf das gesamte Bauvorhaben

  • Einsatz in frühen Leistungsphasen: Besonders wertvoll in LPH 1–3, wenn Entscheidungen mit hoher Tragweite bei noch unvollständiger Planungsgrundlage getroffen werden

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